Ein normales Leben führen trotz Parkinson? Apps können helfen, Ihre Symptome unter Kontrolle zu bekommen

Die App MyTherapy unterstützt effektiv die Behandlung von Parkinson und dämmt so die Symptome ein

Eine App, mit der Parkinson Patienten ihren Gesundheitszustand protokollieren können

Papst Johannes Paul II., Muhammad Ali und Salvador Dali sind berühmte Persönlichkeiten, die ein selbstbestimmtes Leben trotz der Erkrankung führten. Michael J. Fox bekam seine Diagnose sogar schon mit 30 Jahren. Die Rede ist von Parkinson, auch Morbus Parkinson oder Idiopathisches Parkinson Syndrom genannt. Unkontrolliertes Zittern oder Muskelsteifheit sind Symptome, die Laien mit der Erkrankung in Verbindung bringen. Tatsächlich sind diese auch die Hauptsymptome von Parkinson. Allein in Deutschland sind zwischen 250.000 und 400.000 Menschen betroffen, wobei von einer hohen Dunkelziffer an Patienten ausgegangen wird, die von ihrer Erkrankung nichts wissen.

Nur äußerst selten tritt die Erkrankung bereits in einem so frühen Stadium auf, wie bei dem Schauspieler Michael J. Fox. Denn nur 10 Prozent erkranken vor ihrem 40. Lebensjahr. Fast 50 Prozent erhalten die Diagnose zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Bei 30 Prozent tritt Parkinson dagegen noch später auf.

Egal in welchem Alter – die Diagnose „Parkinson“ ist zunächst für die meisten Betroffenen sehr belastend, da die meisten Menschen fürchten, nie wieder ein normales Leben führen zu können. Tatsächlich ist die Behandlung der Erkrankung jedoch mittlerweile so weit fortgeschritten, dass auch mit der Diagnose noch lange ein normales Leben möglich ist. Die entwickelten Therapien und Medikamente wurden besonders in den letzten Jahren enorm verbessert. Natürlich ist die Voraussetzung, dass der vom zuständigen Arzt verschriebene Behandlungsplan auch eingehalten wird. Apps helfen dabei, diese tägliche Herausforderung zu meistern. Dadurch können Patienten ihre Erkrankung viel leichter in den Griff bekommen. Apps können sogar eine zusätzliche Motivation darstellen, sich an die Therapie zu halten.

Der Parkinson Behandlungsplan als App

Diese App deckt Parkinson voll ab (kostenlos, iOS, Android)

Besonders im Frühstadium der Erkrankung ist es wichtig, sich an den neuen Tagesablauf, zu dem die Einnahme von Medikamenten gehört, zu gewöhnen. Durch die Erinnerung an verschriebene Medikamente – beispielsweise Levodopamin – bietet die App MyTherapy eine wertvolle Unterstützung beim Umgang mit der Parkinson. Gleichzeitig ist MyTherapy eine Art Parkinsontagebuch, da die App jegliche Symptome der Erkrankung in einem Gesundheitstagebuch speichert. Dadurch können Patienten den Verlauf der Parkinsonerkrankung leicht verfolgen und mit ihrem Arzt oder einem anderen Gesundheitsspezialisten besprechen, der den Behandlungsplan entsprechend anpassen kann. Das macht MyTherapy sowohl für die frühen, als auch die späteren Stadien der Parkinsonerkrankung zu einem effektiven Begleiter. Da die App leicht zu verstehen ist und eine einfache Benutzeroberfläche hat, können Patienten jeden Alters die App auf ihre Bedürfnisse anpassen und von den Funktionen von MyTherapy profitieren.

MyTherapy ist bei Parkinsonpatienten besonders beliebt, da sie ihnen wertvolle Unterstützung bietet. „Ich muss meine Parkinsontabletten alle drei Stunden einnehmen. MyTherapy hilft mit dabei“, so Anja T. (48), die MyTherapy als Parkinsonpatientin täglich nutzt. Die Rückmeldung dieser Nutzer ermöglicht es, die Medikamentenerinnerungen und das Gesundheitstagebuch speziell an die Bedürfnisse von Parkinsonpatienten und deren Behandlung anzupassen.

Eine App für Parkinson-Patienten

Dank MyTherapy haben Parkinson-Patienten die Behandlung ihrer Erkrankung voll im Griff und können Symptome lange Zeit zurückdrängen. Ideal für jeden Patienten mit Parkinson.

  • Erinnerung an Arzt- und Bestrahlungstermine
  • Gesundheitstagebuch zur Dokumentation von Symptomen wie Zittern oder Muskelsteifheit
  • Erinnerung an Parkinson- (und andere) Medikamente
  • Nicht für Windows-Phone verfügbar

Preis: Kostenlos, keine In-App-Käufe

Nutzer-Bewertung:

Die Diagnose: Wer ist von Parkinson betroffen?

Parkinson (auch: Morbus Parkinson, Schüttellähmung, Paralysis agitans oder Idiopathisches Parkinson Syndrom) ist eine der häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems, die einmal begonnen langsam fortschreitet. Betroffen sind bestimmte Teile des Gehirns, die einen Mangel am Botenstoff Dopamin aufweisen, da die Nervenzellen im Gehirn, die diesen Botenstoff enthalten, nach und nach absterben. Dabei handelt es sich um Nervenzellen in der sogenannten schwarzen Substanz (substantia nigra) des Gehirns. Bei Parkinson ist die Folge des Zellsterbens (auch: Neurodegeneration) ein Dopaminmangel. Dieser führt zu einem Ungleichgewicht zwischen Dopamin und anderen Botenstoffen. In Folge dessen kommt es zu den Parkinson-typischen Symptomen wie Zittern oder der Störung von Bewegungsabläufen, an der Dopamin gemeinsam mit anderen Botenstoffen beteiligt ist.

Die Ursachen der Neurodegeneration und des daraus folgenden Dopaminmangels bei der Parkinsonerkrankung sind bislang noch nicht genau geklärt. Aller Wahrscheinlichkeit nach sind verschiedene Faktoren bei der Krankheitsentstehung von Bedeutung. Nach den möglichen Ursachen werden auch verschiedene Typen von Parkinson unterschieden:

Die Parkinsonkrankheit ist größtenteils eine mit dem Alter zusammenhängende Erkrankung. Das übliche Erkrankungsalter liegt zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr. Personen unter 50 Jahren sind selten von Parkinson betroffen. Nach Schätzungen der WHO werden die neurodegenerativen Erkrankungen, zu denen auch Parkinson zählt, bis zum Jahr 2040 so deutlich ansteigen, dass sie Krebs als zweithäufigste Todesursache ablösen werden. Zurückzuführen ist dieser Umstand auf die immer älter werdende Bevölkerung.

Die Symptome: Welche Anzeichen treten bei Parkinson auf?

Die Parkinsonerkrankung wird durch Hauptsymptome und verschiedene Nebensymptome charakterisiert. Die Hauptsymptome sind:

Weitere, sogenannte Begleitsymptome können die körperliche und geistige Gesundheit betreffen:

Zu Beginn der Erkrankung halten sich die Symptome in Grenzen und werden oft nicht als solche erkannt. Patienten berichten von Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder einer gewissen Vergesslichkeit. Auch depressive Verstimmungen und eine leise Sprache können erste Anzeichen für Parkinson sein. Oft kommen auch Bewegungseinschränkungen bereits zu Beginn hinzu, die fälschlicherweise für Anzeichen des Älterwerdens gehalten werden.

Eine körperliche und neurologische Untersuchung hilft dabei, die Diagnose zu stellen, wobei der Arzt genau auf den Beginn der Symptome eingeht und außerdem nach Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahmen und bekannten Krankheitsfällen in der Verwandtschaft fragt. Werden mindestens zwei Symptome festgestellt, die typisch für Parkinson sind, kann die Diagnose gestellt werden. Zusätzlich werden bildgebende Verfahren des Gehirns wie eine Magnetresonanztomographie (MRT) oder eine Computertomographie (CT) angeordnet. Außerdem kann die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) eine Verminderung der Dopamin-ausschüttenden Zellen im Gehirn indirekt sichtbar machen.

Die Therapie: Wie kann man die Lebensqualität trotz Parkinson erhalten?

Bis heute ist Parkinson nicht heilbar. Mittlerweile können Betroffene aber gut therapiert werden, so dass sich die Symptome lindern und ein Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen lässt.

Die Parkinsonerkrankung wird auf unterschiedliche Arten therapiert. Ein wichtiger Behandlungsaspekt ist die Medikation. Unterschiedliche Medikamente zielen auf die Wiederherstellung des Botenstoffgleichgewichts im Gehirn ab. Im Hinblick auf die Nebenwirkungen der Medikamente sollte deren Einnahme durchweg von einem Arzt angeordnet und die Wirkung sorgfältig beobachtet werden.

Die meisten Menschen mit Parkinson nehmen ein Medikament namens Levodopamin/L-Dopa (Levocomp) ein. Es handelt sich dabei um eine Vorform des Dopamins, weshalb es von den Zellen im Gehirn aufgenommen und in Dopamin umgewandelt wird. Durch die Erhöhung des Dopaminspiegels verbessert das Arzneimittel die Bewegungsschwierigkeiten, erleichtert die Steifheit und vermindert das Zittern.

Dopaminagonisten haben eine ähnliche aber etwas mildere Wirkung als das Levodopamin. Sie stellen einen Dopaminersatz im Gehirn dar. Vertreter dieser Gruppe heißen: Bromocriptin, Cabergolin und Lisurid.

Monoaminoxidase-B (MAO-B) Inhibitoren können als Alternative zum Levodopamin in den frühen Phasen der Parkinsonkrankheit eingesetzt werden. Sie blockieren Substanzen, die das Dopamin abbauen und erhöhen so den Dopaminspiegel.

Zusätzlich, besonders wenn das Parkinsonsyndrom schon weiter fortgeschritten ist, werden Catecohl-O-Methyltransferase Inhibitoren (COMT-Inhibitoren) eingesetzt. Sie halten das COMT-Enzym davon ab, Levodopamin abzubauen.

Bei schweren Fällen von Parkinson können auch Hirnschrittmacher eingesetzt werden. Hierbei wird ein Elektrostimulationsgerät an spezielle Hirnareale angeschlossen, ähnlich wie bei einem Herzschrittmacher. Der Generator produziert einen sehr kleinen elektrischen Impuls und stimuliert die Gehirnareale, die von Parkinson betroffen sind. So können bei vielen Betroffenen die Symptome verbessert werden.

Alternative Behandlungsformen bei Parkinson sind Physio- und Sprachtherapie. Physiotherapie kann Verspannungen und Gelenkschmerzen durch spezielle Übungen und Bewegung verbessern. Auch einer Versteifung der Gelenke kann so vorgebeugt werden. Sprachtherapie kann bei Sprach- und Schluckproblemen helfen. Muskeln und Stimmvolumen, Atemtechniken und eine klare Aussprache werden dabei besonders trainiert. Beide Therapieformen sollen die Symptome verbessern und das Fortschreiten der Erkrankung aufhalten. Zusätzlich kann durch diese Therapieformen dafür gesorgt werden, dass Patienten weiterhin ungehindert ihre sozialen Kontakte pflegen können.

Psychotherapie kann ebenfalls angeraten werden, besonders dann, wenn Depressionen oder Psychosen auftreten.

Generell gilt, dass die Chancen, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und so lange wie möglich ein normales Leben zu führen, deutlich verbessert werden, je früher mit einer Therapie begonnen wird.

Die Lösung: MyTherapy

Ihr Smartphone kann Ihnen dabei helfen, die Symptome, die Parkinson verursacht, im Blick zu behalten und zusammen mit Ihrem Arzt den richtigen Behandlungsplan zu finden. Wie also funktioniert das? MyTherapy übersetzt Ihre Parkinsontherapie in eine einfache Aufgabenliste. Die App speichert Ihre Medikation, wobei Dosierung und Erinnerungszeiten individuell festgelegt werden können. So fällt es Ihnen leichter, den Behandlungsplan einzuhalten, um die Symptome zu verbessern. Dadurch müssen Sie sich neben den Sorgen, die die Diagnose Parkinson mit sich bringt, nicht auch noch Gedanken um Ihre Medikation machen. Gleichzeitig können Sie Ihre Symptome durch ein integriertes Gesundheitstagebuch überwachen. Es kann ausgedruckt und mit dem Arzt besprochen werden, wodurch ein Überblick über den Fortschritt der Erkrankung und die Identifikation eines möglichst effektiven Behandlungsplans erleichtert wird. Zusätzlich behalten Sie durch MyTherapy auch Ihre Arzttermine oder Termine mit anderen Gesundheitsspezialisten im Blick. Zusammen machen diese Funktionen die MyTherapy App zu einem wertvollen Begleiter bei der Bewältigung der Parkinsonkrankheit. Betroffene wie Anja T. (48) sind erleichtert: „Seit ich MyTherapy benutze, muss ich mir um meinen Behandlungsplan keine Gedanken mehr machen – mein Smartphone übernimmt diese Aufgabe jetzt für mich.“

Quellen: