Einfach und verständlich – 11 wichtige Cholesterin-Begriffe erklärt

Hohes Cholesterin? Dann sollten Sie diese 11 Cholesterin-Begriffe unbedingt kennen

30. Oktober 2018
Bild von einem Schüler, der sich meldet

Von Arteriosklerose über LDL-Cholesterin bis hin zu Lipoprotein a – So mancher Begriff, der im Arztgespräch fällt, kann einen durchaus ratlos zurücklassen. Verständlich, denn immerhin stolpert man nicht gerade täglich über derartige Begriffe. Um etwas Licht in den Begriffs-Dschungel zu bringen, erläutern wir hier einige der Wichtigsten.

Apolipoproteine

Bei Apolipoproteinen handelt es sich um den Proteinanteil von Lipoproteinen. Sie werden in der Leber oder im Darm gebildet. Apolipoproteine ermöglichen u.a. den Transport von Fetten wie z.B. Cholesterin im Blut.

Apo A, …B, …E

Dabei handelt es sich um Kurzformen für diverse Apolipoproteine, die an Hand von unterschiedlichen Kriterien unterschieden werden.

Arterie

Arterien sind die Blutgefäße, die (im Gegensatz zu Venen) vom Herzen wegführen und den Körper und seine Zellen so mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.

Atherosklerose

Als Atherosklerose (oder auch Arteriosklerose) wird die Veränderung von Arterien durch Verhärtungen, Verdickungen oder Elastizitätsverlust bezeichnet. Dazu kommt es, indem sich beispielsweise Fett, Bindegewebe oder Kalk an den Innenwänden der Arterien ablagert. Hierdurch verengen sich die Arterien und es kann zu Durchblutungsstörungen kommen. Die Folge kann ein Herzinfarkt sein.

Blutfette

Zu den Blutfetten gehören unter anderem Cholesterin, Triglyceride sowie Phospholipide. Da sie nicht wasserlöslich sind, benötigen sie Transportformen, an die sie anknüpfen, die sogenannten Lipoproteine.

Cholesterin

Cholesterin ist ein Blutfett, welches der menschliche Körper zum Großteil in der Leber selbst bildet, das aber auch über die Nahrung aufgenommen wird. Es ist ein wesentlicher Bestandteil der Zellmembran und wird unter anderem zur Bildung von Hormonen, Gallensäuren oder Vitamin D benötigt. Cholesterin ist zwar lebenswichtig – zu viel LDL-Cholesterin ist allerdings schädlich, da es zu Atherosklerose führen kann.

HDL

HDL – High Density Lipoprotein – ist ein Lipoprotein mit hoher Dichte. Das bedeutet, dass es einen hohen Eiweiß- und einen geringen Cholesterin-Anteil besitzt. In Verbindung mit Cholesterin bildet sich das sog. HDL-Cholesterin welches auch als „gutes“ Cholesterin bezeichnet wird. Es transportiert überschüssiges Cholesterin von den Zellen zur Leber, wo es abgebaut wird. Es schützt die Gefäße also vor der Entstehung der Atherosklerose.

LDL

LDL – Low Density Lipoprotein – ist ein Lipoprotein mit geringer Dichte, also geringem Eiweiß- und hohem Cholesterin-Anteil. Das LDL transportiert fettlösliche Substanzen von der Leber in den Körper, darunter auch das Cholesterin. Das sogenannte LDL-Cholesterin wird daher auch als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet, da es sich als Plaque in den Innenwänden der Arterien ablagern und so zu Atherosklerose führen kann.

Lipidsenker

Bei Lipidsenkern (auch handelt es sich um Arzneimittel, die eingesetzt werden, um die Konzentration von Lipiden im Blut zu verringern. Zu den Lipidsenkern zählen unter anderem Statine, Fibrate und PCSK9-Inhibitoren.

Lipoproteine

Lipoproteine sind in der Leber gebildete Verbindungen, die Fette wie Cholesterin und Triglyceride transportieren. Es gibt verschiedene Arten von Lipoproteinen. Dazu gehören HDL, LDL, VLDL, Chylomikronen, IDL sowie das Lipoprotein (a).

Lipoprotein (a)

Lipoprotein (a) ist ein Eiweißkörper, welches dem LDL-Cholesterin ähnelt und das Risiko für Atherosklerose ebenfalls erhöht. Neben LDL-Cholesterin und den Triglyzeriden ist Lipoprotein (a) ebenfalls ein unabhängiger Risikofaktor für Koronare Herzkrankheit und Atherosklerose. Die Höhe des Lipoprotein (a) ist jedoch genetisch bedingt und lässt sich nicht durch den Lebensstil beeinflussen.


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