Manuka-Honig: Anwendung auf der Haut. Eine Therapie-Alternative für Ekzeme?

Manuka-Honig glänzt nicht nur durch seine goldene Farbe: Auf der Haut aufgetragen wirkt die Leckerei antiseptisch und fördert die Wundheilung

Bradley
Bradley
19. Juli 2021
Eine Reihe Honiggläser im Freien. Titelbild zum Thema: Manuka-Honig bei entzündlichen Hautreaktionen.

Honig wirkt antibakteriell und lindert Entzündungen – das liegt am Methylglyoxal. Im herkömmlichen deutschen Honig aus dem Supermarkt oder vom Imker aus der Nachbarschaft, ist Methylglyoxal jedoch nur in geringer Dosis vorhanden. Eine effektiv heilende Wirkung hat ein Honig, wenn die Konzentration dieses Stoffes hoch ist – eine Eigenschaft, die allein der Blütenhonig der neusee­ländischen Manuka-Pflanze (auch „Südsee­myrte“) besitzt. In diesem Beitrag geht es darum, ob dieser Honig Ihnen die Ekzem-Therapie versüßen kann.

Bei welchen Hauterkrankungen könnte ich den Honig anwenden?

Der besondere goldene Nektar wird aus­schließlich von fleißigen Bienen aus Australien bzw. Neusee­land gewonnen: Manuka-Honig ist von Natur aus antibakteriell und bakterien­resistent. Diese Eigen­schaft macht die Süßigkeit viel­seitig anwendbar: der Honig fördert die Senkung des Cholesterin­spiegels, verringert sauren Reflux und lässt sich äußerlich auf der Haut anwenden, um beispiels­weise Akne oder Ekzeme zu behandeln. Die Möglich­keiten sind noch nicht vollends ausgeschöpft und besonders bei der Behandlung von entzündlichen Hauter­krankungen könnte der Honig ein großes Potenzial zeigen.

Unreine Haut

Mitesser, Pickel oder Akne können nicht nur die Symp­tome einiger Erkrankungen sein (z.B. PMS, Rosacea oder Vaginismus) – ihr Krankheits­bild wirkt für Menschen mit unreiner Haut häufig sehr belastend. Die kleinen Entzündungen unter der Hautfläche, die diese oft verfärben oder Narben hinterlassen, haben unter­schiedliche Auslöser: Erbliche Faktoren und die Einnahme bestimmter Medikamente wie Gluko­kortikoide, Androgene, Steroide, Psycho­pharmaka oder Neuroleptika können das Hautbild verschlechtern. Unter Verdacht, einen Einfluss auf das Auf­treten einer unreinen Haut zu haben, stehen auch Ernährung, UV-Strahlung oder Stress.

Ekzeme

Der Begriff „Ekzem“ beschreibt alle nicht-infektiösen Entzündungs­reaktionen der Haut. Diese Hautreak­tionen haben auch sehr unterschied­liche Gründe. Man unter­scheidet zwischen äußerlich auftreten­den (exogenen) und inneren (endogenen) Ekzemen. Bei äußerlich erkenn­baren Ekzemen ist die Haut in einem eingrenz­baren Bereich meist ge­schwollen und gerötet. Dazu kann sich die Hautober­fläche schuppen, sie kann Blasen oder Knötchen bilden. Meist nässen und jucken Ekzeme. Mit der Zeit können sie auch eine Kruste bilden.

MyTherapy für die Erinnerung an Ihre Medikamente

MyTherapy: Erinnert. Moti­viert. Doku­mentiert.

  • Einfach
  • Regelmäßig
  • Kostenlos
  • App Store
    Google Play

    Download now

    Download now

    Wir empfehlen Ihnen, vor der eigenen Therapie mit dem Honig allerdings, mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin zu sprechen, um mög­liche Risiken, die zu einer Ver­schlechterung Ihrer Symp­tome führen könnten, auszuschließen.

    Manuka-Honig auf der Haut – welche Wirkung hat er?

    Bevor Sie sich dazu entschließen, Honig auf Ihr Ekzem aufzu­tragen, erklären wir wie genau dieser eigentlich wirkt. Wie oben kurz erwähnt, hat Manuka-Honig antibak­terielle und entzündungs­hemmende Eigen­schaften. Diese Eigenschaften allein reichen aus, um die Bildung von entzünd­lichen Haut­reaktionen zu verhin­dern oder bereits vorhan­dene Entzündungen zu redu­zieren. Aber Manuka-Honig kann mehr: Eines der Haupt­probleme, das bei Ekzemen auftritt, ist stark ausge­trocknete Haut. Das Auftragen von Honig auf die Flecken hilft, die Feuchtig­keit einzuschließen und Symp­tome wie Juckreiz und Rötungen zu reduzieren. Es gibt keine groß angelegten Studien über die Auswirkungen von Honig auf Ekzeme, aber kleinere Studien deuten auf einen positiven Effekt hin. Einige Derma­tologen empfehlen, äußere Entzündungsreaktionen mit einer Therapie zu behandeln, bei der die zusätzliche Anwen­dung von Honig ausprobiert wird. Besprechen Sie die Möglich­keit und eine korrekte Anwen­dung mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, um best­mögliche Ergebnisse zu erzielen.

    Wo liegen die Risiken?

    Wie bei nahezu jeder Therapieform gibt es Situationen, in denen eine bestimmte Behandlungs­form für eine Person ungünstig ist: Es gibt Risiken. Ein Haupt­risiko stellen Allergien dar. Wenn Sie auf Bienen oder Pollen allergisch sind, ist es möglich, dass Sie auf Honig allergisch reagieren: Das würde nur zu einer Verschlimmerung der Symp­tome führen. Außerdem wird die Anwen­dung von Honig nicht für Säuglinge empfohlen. Gelegentlich kann auch die Werbung irre­führend sein: Manche Produkte enthalten – obwohl es so auf dem Etikett steht – nicht tatsächlich Manuka-Honig. Um sicherzu­gehen, dass es sich um echten Manuka-Honig handelt, können Sie das Produkt auf Zertifizierungen prüfen: es trägt das waben­förmige Gütesiegel „UMF 13+“ oder die Angabe „MGO 400+“.

    Eine Empfehlung ist, dass Sie, wie bei jedem dermatolo­gischen Produkt, zuerst einen Stich­probentest durch­führen sollten. Tragen Sie den Honig auf eine sehr kleine Haut­stelle auf und sehen Sie, ob er Wirkung zeigt, bevor Sie ihn auf größere Stellen anwenden.

    Die Quintessenz

    Am Ende des Tages ist die Wirksam­keit von Manuka-Honig bei der Behandlung von Ekzemen nicht ausreichend erforscht. Viele Menschen schwören darauf und es gibt einige Studien­ergebnisse, die darauf hindeuten, dass er positiven Einfluss auf die Therapie Ihrer Haut haben könnte. Wenn Sie nach einer neuen Ergänzung zur Behand­lung Ihres Ekzems suchen, könnte Manuka-Honig einen Versuch wert sein. Trotzdem sollte der Honig nicht auf eigene Faust ausprobiert werden: Besprechen Sie Ihr Vorhaben immer mit einem Derma­tologen oder einer Dermatologin. Beachten Sie, dass aufgrund der aktuellen Aufregung um den Manuka-Honig die Zahl der Produkt­fälschungen ansteigt – achten Sie auf Siegel, um nicht ins Leere zu greifen.


    Außerdem könnten Sie diese Beiträge interessieren:

    MyTherapy erinnert an Arzttermine

    Die App für Ihre Ekzem-Behandlung

    MyTherapy ist barriere­frei, intuitiv und leicht bedien­bar. In Kombi­nation mit Erinnerungen an Messungen, die Ein­nahme von Tabletten und anstehende Arzttermine, macht ihre Nutzer­freundlichkeit die MyTherapy-App zur idealen Alltags­begleiterin. Mit der Unter­stützung von MyTherapy erinnern Sie sich an den nächsten Termin in Ihrer derma­tologischen Praxis.